Frankreichaustausch mit Nantes – Teil 2 in Stuttgart (09.-16. Juni 2026)

Dieses Jahr fand erneut der deutsch-französische Schüleraustausch mit Nantes an unserer Schule statt. Nach dem ersten Teil im März, bei dem wir deutschen Schülerinnen und Schüler in die schöne Stadt Nantes im Westen Frankreichs gereist waren, fand nun im Juni der Gegenbesuch hier in Stuttgart statt:
Vom 09. Juni bis zum 16. Juni durften wir die französischen Schüler in Stuttgart willkommen heißen. Während unsere Austauschpartner in den Alltag unserer Familien integriert wurden, lernten sie bei einem umfangreichen Programm die Stadt Stuttgart und ihre Umgebung kennen.

Dienstag, 09.06.2026: Anreise

Wir trafen uns am Hauptbahnhof, größtenteils in Begleitung, und bereiteten uns mit Flaggen und Plakaten auf die Ankunft des TGVs aus Frankreich vor.
Gegen 17:15 Uhr konnten wir unsere Austauschpartner aufgeregt, aber herzlich in Empfang nehmen.
Der restliche Abend wurde in den Familien verbracht mit einem ersten Kennenlernen, Essen und Spielen.

Mittwoch, 10.06.2026: Der erste Schultag

Nach der Ankunft in der Schule und einem Erfahrungsaustausch mit den jeweils zuständigen Lehrern wurden unsere Austauschpartner von Herrn Brust mit einer Rede auf Französisch willkommen geheißen und anschließend konnten wir den Franzosen unser Schulgelände präsentieren, wobei die Ziegen das Highlight waren.
Nach der Pause nahmen wir an einem Theaterworkshop mit einem Theaterpädagogen teil. Hierbei mussten wir aus unserer Komfortzone heraustreten, hatten aber auch viel Spaß bei Spielen wie beispielsweise Pantomime. Auch hatte sich unser Workshopleiter sichtlich Mühe gemacht, das Programm möglichst bilingual zu gestalten, sodass wir auch hier unsere Sprachkenntnisse verbessern konnten.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa fuhren wir gemeinsam zum Fernsehturm und konnten einen schönen Ausblick über unsere Stadt genießen. Geplant war anschließend noch ein Spaziergang über die Stäffele, der, aufgrund des Wetters, leider wortwörtlich ins Wasser fallen musste.

Donnerstag, 11.06.2026: Tübingen und Hechingen

An diesem Tag trafen wir uns gegen 8 Uhr am Hauptbahnhof. Als erstes Ziel stand Hechingen auf dem Programm. Dort besuchten wir einen Barfußpfad, welcher Untergründe von Kieselsteinen und Schotter bis zu verschiedenen Beschaffenheiten von Holz umfasste.
Nach einem anschließenden kurzen Spaziergang durch Hechingen ging die Fahrt weiter nach Tübingen.
Dort konnten wir eine ausgiebige Freizeit mit unseren Austauschpartnern nach eigenen Wünschen gestalten. Beispielsweise wurden Cafés und beim Bummeln durch die Stadt kleine Läden oder auch Läden, welche es nur in Deutschland gibt, besucht. Einen Abschluss fand der Tag in der Stuttgarter Innenstadt, wo manche Austauschpaare ihren Abend verbrachten.

Freitag, 12.06.2026: Wilhelma

Während wir deutschen Schüler von der ersten bis zur sechsten Stunde unseren regulären Unterricht besuchten, besuchten die französischen Schüler in der ersten Stunde aufgeteilt den Französischunterricht der Klassen 6. Die zweite Stunde verbrachten sie dann in den Klassen ihrer deutschen Partner.
Im Fall der Klasse 8a nahmen sie am Englischunterricht teil. Hierbei durften sie sich, ebenso wie wir Deutschen, am Unterricht beteiligen. Nach den ersten beiden Stunden machten sich die französischen Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern zu einem Einkaufsbummel auf den Weg in die Innenstadt.
Mittags trafen wir uns dann alle wieder in der Wilhelma.
Dort konnten wir unseren Austauschpartnern in Kleingruppen die Wilhelma zeigen. Beispielsweise konnten wir die Fütterung der Robben beobachten und viele Häuser und Gehege besichtigen. Als eine Art Kommunikationsmittel diente hierbei die Karte der Wilhelma, auf der Bilder der Tiere zu sehen waren.

Samstag, 13.06.2026 und Sonntag, 14.06.2026: Wochenende in den Familien

Das Wochenende verbrachten wir mit unseren Austauschpartnern in unseren Familien. Aufgabe war es, den Austauschschülern zu zeigen, was uns an Stuttgart und der Umgebung selbst am besten gefällt, sie gleichzeitig aber auch in das alltägliche Leben unserer Familien zu integrieren.
Die beliebtesten Ausflugsziele waren der Max-Eyth-See, der Killesberg, Tripsdrill, verschiedene Bustouren und die Museen Porsche und Mercedes-Benz.

Montag, 15.06.2026: Kreativität, Ludwigsburg und Bowling

Der letzte Tag des Austauschs startete in der Schule mit einem Kreativprojekt, welches drei 10.-Klässlerinnen mit uns durchführten. Hierbei konnte man sich entscheiden, ob man mit Draht und Perlen Flaggen oder Armbänder herstellen wollte. Besonders beliebt waren hierbei die Armbänder, allerdings wurden auch mehrere Flaggen hergestellt.
Nach diesem Projekt machten sich unsere Austauschpartner in der großen Pause auf den Weg nach Ludwigsburg. Dort besichtigten sie das Schloss und verbrachten im Anschluss ihre Mittagspause in der Innenstadt.
Währenddessen besuchten wir deutschen Schüler den regulären Unterricht. Danach machten wir uns selbstständig, allerdings als große Gruppe, auf den Weg zum Sportpark Feuerbach bei dem wir uns mit unseren Partnern trafen.
Begleitet von Herrn Jörg spielten wir in Gruppen Bowling.
Der letzte Abend wurde in den Familien verbracht und die Abreise am nächsten Tag vorbereitet.

Dienstag, 16.06.2026: Abreise

Nach einer schönen gemeinsamen Woche machten wir uns ein letztes Mal auf den Weg zum Hauptbahnhof. Es gab einen herzlichen Abschied, begleitet von Fotos, Umarmungen und auch ein paar Tränen, als um ca. 9:10 Uhr der TGV schließlich nach Paris abfuhr.


Auch wenn es sehr anstrengend ist eine Woche lang Gastgeber zu sein, hat es sich sehr gelohnt am Austausch teilzunehmen. Nicht nur die französischen Schüler, sondern auch wir lernten noch unentdeckte Seiten unserer Stadt und ihrer Umgebung kennen. Wir konnten die französischen Schüler vertraut machen mit dem Alltagsleben in Deutschland, in unseren Familien und unserer Schule und sie motivieren, ihre Deutsch-Kenntnisse einzusetzen und zu erweitern.

Abschließend können wir also guten Gewissens sagen, dass wir immer wieder teilnehmen würden und es jedem, der überlegt teilzunehmen, nur empfehlen können.

Auch bei diesem Teil unterstützte Erasmus+ wieder großzügig und es fiel im Rahmen des schulischen Programms nur ein kleiner Betrag für eine Fahrkarte nach Tübingen an.

Wir danken nochmals den unterstützenden und organisierenden Lehrerinnen unserer Schule Frau Alber-Massier und Frau Meier für die Mühe und den großen Aufwand, welchen sie sich mit diesem Austausch gemacht haben und hoffen auf ein Wiedersehen mit unseren Austauschschülern. Vive l’amitié franco-allemande! (Es lebe die deutsch-französische Freundschaft!)

Fina und Marlene, 8a