Rezension Gruppe G118

Im Sommer fesselte unsere Theater AG die Zuschauer bereits zum siebten Mal mit einem selbstgeschriebenen Stück. In dem Drama mit dem Titel „Gruppe G 118“ stellten die Schauspielerinnen und Schauspieler auf eindrucksvolle Weise den beklemmenden Alltag in einem totalitären Staat vor.

Dabei war es besonders beeindruckend, wie authentisch sich die Darstellerinnen und Darsteller in die unterschiedlichsten Persönlichkeiten, die in einem solchen System zu finden sind, hineinversetzen konnten. Von den jugendlichen Widerständlern im Untergrund, über die angepassten Eltern, die sich um ihre Kinder sorgen, bis hin zu den überzeugten Vertretern des Systems und ihren Nutznießern, alle Rollen wurden so überzeugend dargeboten, dass der Zuschauer ganz in den Bann der schrecklichen Situation gezogen wurde. Zum Glück waren in das Stück immer wieder kleine Pointen eingebaut, die dem Zuschauer erlaubten mit einem Lachen hier und da diese innere Spannung abzubauen.

Dass es sich hier um einen fiktiven Staat handelte, der exemplarisch für alle totalitären Systeme steht, ermöglichte jedem Zuschauer seinen ganz individuellen Zugang zu dieser anspruchsvollen Thematik, wobei Parallelen zu aktuellen wie historischen Situationen durchaus beabsichtigt waren.

Die Inszenierung, mit einfühlsamer Hand von Frau Franz und Frau Küster geführt, war so überzeugend, dass man bereits jetzt schon gespannt sein darf, mit welchem Stück uns die Theater-AG in diesem Schuljahr begeistern wird.

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