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MITTAGSTISCH




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FRANKREICHAUSTAUSCH 2008/2009

Ein Schüleraustausch der Extraklasse

Besuch in Straßburg 14. – 20. Mai 2009


Am 14. Mai 2009 war es endlich soweit. Nach ihrem Besuch in Deutschland, der noch nicht allzu lange zurück lag, wurden unsere französischen Austauschpartner selbst zu Gastgebern und 18 Schülerinnen und Schülern war es vergönnt eine Woche in einem fremden Land zu verbringen.
Die Anfahrt war kein Problem und ehe wir richtig aus dem Zug ausgestiegen waren, wurden wir schon freudig von unseren Austauschpartnern - auf Französisch "le/la corres(pondant/e)" - empfangen. Hände wurden geschüttelt, Freunde umarmt und es flogen hunderte Küsschen durch die Luft, bis wir Richtung Schule (Gymnase Jean Sturm) aufbrachen, die sich ziemlich im Stadtkern befindet.
Dort angekommen stellten wir so schnell wie möglich unsere Koffer ab und gingen wir sofort auf die Suche nach unserem Mittagessen - kein Problem, in einer Stadt, in der es von Mc Donald's, Bäckereien und anderen Restaurants nur so wimmelt.
Nach gut einer Stunde ging das Programm auch schon weiter. Während die Austauschpartner in den Unterricht mussten, machten sich die Deutschen auf, um die Kathedrale, die Altstadt und weitere Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, wobei sie von einer freundlichen Touristenführerin vieles über die Geschichte der Stadt erfuhren. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass die Fenster der Kathedrale zum Schutz vor Zerstörung im Krieg abmontiert, versteckt und später wieder eingebaut wurden?
Als die Stadtführung beendet war, hatten wir noch Zeit, ein wenig durch die Stadt zu schlendern und einzukaufen. Vor allem Getränke gingen über den Ladentisch, denn die starke Sonneneinstrahlung, die wir von Stuttgart nicht gewohnt waren, machte uns zu schaffen. Schließlich jedoch kamen alle heil an der Schule an und konnten mit ihren Partnern in ihr neues Zuhause zurückkehren, wo sie den restlichen Tag verbrachten.

Der zweite Tag begann gewissermaßen um 8 Uhr. Nach einem schnellen Frühstück saßen nun sowohl Franzosen als auch Deutsche im Unterricht der Privatschule und lauschten den Worten des Lehrkörpers. Einige Schüler hatten "Glück" und fanden sich im Englischunterricht wieder, während andere ihnen fremde Fächer, wie z.B. Griechisch oder Chinesisch besuchten. Manchmal wusste man gar nicht, ob der Lehrer nun Französisch oder doch eine andere Sprache sprach. Auffallend am Unterricht war die Strenge, mit der die Schüler konfrontiert wurden. Anders als in Deutschland war hier sofort klar, wer die Autorität besaß - nämlich der Lehrer.
Auf diese zwei Schulstunden, die übrigens 55 statt 45 Minuten dauerten, folgte eine Pause, in der wir uns entspannen konnten.

Daraufhin begann die Arbeit an unserem gemeinsamen Projekt. In Stuttgart hatten wir schon damit begonnen und nun sollte unser Wetterballon fertig gestellt werden. Mit unterschiedlichem Interesse gingen die Schüler ihrer Arbeit nach. Jeder war einem Aufgabenbereich zugeteilt worden.
Die einen sollten sich um eine Zusammenfassung des Projekts kümmern, die anderen um die



Arbeit am Projekt


Projektarbeit


Technik im Ballon und wieder andere sollten erst am Samstag, am großen Tag des Ballonstarts, ihre Arbeit verrichten. Nichtsdestotrotz wurden wir tatsächlich fertig und nutzten so den restlichen Tag die Schule zu besichtigen und ihre Besonderheiten kennenzulernen. Schließlich ging es zurück in die Familien, in denen wir die Zeit verbrachten.

Der dritte Tag, es war ein Samstag, war gespickt mit Arbeit. Auf dem "Place Kléber" bauten wir unter ständiger Beobachtung von Lehrern, Journalisten und Wetterballon-Experten der CNES die Absperrung und die Empfangsgeräte für die vom Ballon gesendeten Wetterdaten auf. Viele Schaulustige ließen sich interessiert von den Schülerinnen und Schülern erklären, was sie denn da machen würden und viele warteten schon gespannt auf den Start, der planmäßig auf 13.00 Uhr fallen sollte, aber wegen längerer Startvorbereitung als geplant verschoben werden musste.
Um 13:40 Uhr war es dann auch endlich soweit. Der Ballon wurde mit Helium gefüllt und um 13:45 Uhr, als er so groß wie die Schüler selbst war, wurde er gestartet und zog nun unsere Messgeräte in die Höhe. Er sollte ca. eine Höhe von 30 km erreichen, die Wetterdaten senden und außerdem Fotos aus luftiger Höhe liefern.
Die Messwerte kamen jedenfalls an, was uns die Aufzeichnungen am Computer zeigten, allerdings werden wir auf die Bilder wohl noch warten müssen, da diese nicht gesendet, sondern auf einer Speicherkarte aufgezeichnet wurden. Und an die Speicherkarten kommen wir nur, wenn uns der Ballon zurückgeschickt wird, darum befinden sich Aufkleber mit Telefonnummern auf der Kiste mit den Messgeräten.
Jedenfalls hatten wir es nun geschafft und durften den restlichen Tag nach unserem Belieben füllen. Ausgenommen natürlich die Schüler, die die Messwerte aufnehmen und auf die Geräte aufpassen mussten...
Den Sonntag hatten wir ebenfalls zur freien Verfügung. Während die einen mit ihren Partnern Schlittschuhfahren gingen, besuchten die anderen einen Skatepark und wieder andere blieben zu Hause und machten sich dort einen schönen Tag.
Am Montag stand eine Bootsfahrt auf dem Programm. Die Deutschen fuhren durch Strasbourg, während die Franzosen in der Schule saßen und Unterricht hatten. Nach der Bootsfahrt, als wir zurück zur Schule liefen, mussten wir uns allerdings mit den Straßenverkäufern herumschlagen, die uns ständig Uhren, Ketten und Schirme verkaufen wollten. Vor allem die goldenen Markenuhren für 10€ machten uns stutzig...
In der Schule angekommen arbeiteten wir sogleich am Projekt weiter. Zusammen mit den Franzosen werteten wir die Messwerte aus, schnitten einen kleinen Film über das Projekt, schrieben eine Zusammenfassung und gestalteten Plakate, die wir nach Stuttgart mitnehmen sollten. Das Interesse und damit der Erfolg hielten sich in Grenzen und so entstand nicht allzu viel, aber immerhin hat es Spaß gemacht. Den Abend verbrachten wir in den Familien.

Für den Dienstag hatten wir uns etwas Besonderes vorgenommen. Wir fuhren alle zusammen mit dem Bus nach Colmar, einer anderen französischen Stadt. Ein Stadtspiel sollte uns ein wenig durch die Straßen führen und so machten sich kleine Gruppen auf, um sich ein wenig umzusehen und einzukaufen. Besonders faszinierend fanden einige Schüler den "Place Rapp" mit seinen Springbrunnen und Parkanlagen und einige konnten es sich nicht verkneifen sich im kalten Nass abzukühlen. Jedenfalls herrschte sehr gute Stimmung unter den Schülern und so verbrachten wir die Zeit damit auf einer Wiese zu entspannen und auszuruhen.


In Colmar Maxibild (1MB)




Zusammen fuhren wir dann zurück zum "Place de la Republique". Danach gingen wir in die Familien, wo einige die Zeit nutzten, um ihren Koffer zu packen und sich schon mal seelisch auf den Abschied vorzubereiten.
Der Mittwoch war dann ein Tag gemischter Gefühle. Zum einen wollten wir nach Hause, zum anderen aber auch in Strasbourg bleiben und so war es gut, dass wir keine Zeit für eine lange Verabschiedung hatten, in der wir uns hätten quälen müssen, sondern gleich in den Zug stiegen und abfuhren.
Und ganz in Ruhe gingen wir noch einmal alle Erlebnisse der Woche durch, teils lautstark mit den anderen, teils leise im Kopf...

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Ansprechpartnerin:
OSTR' Sigrun Alber-Massier
Adalbert-Stifter-Str.40
70437 Stuttgart
Tel: 0711-216-89499

Eric Rhein, Niclas Geyer


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