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Das Leben nach dem Abitur
Große Berufsinformationsbörse 2007 
Nach mehrmonatigen Vorbereitungen durch ein Team um Schulleiter Tilman Hedinger war es am vergangenen Donnerstag um 13.00 Uhr in der großen Aula am Eschbach-Gymnasium so weit: Der Startschuss zur Berufsinformationsbörse 2007 für die rund 180 Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 bis 13 der Schule und die Abiturienten des vergangenen Jahres konnte gegeben werden. An zahlreichen Stationen informierten sowohl große Firmen als auch Privatpersonen über die vielzähligen Ausbildungs- bzw. Studienangebote, Berufsbilder und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten nach dem Abitur.
Mehrere namhafte Firmen waren mit einem eigenen großen Messestand vertreten, darunter die Firma Bosch mit allein vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, das Partnerunternehmen der Schule – die Firma Dürr, die Firma Alcatel-Lucent Deutschland, die Barmer Versicherung sowie die Deutsche Rentenversicherung.
Darüber hinaus konnten für diese Veranstaltung eine Vielzahl von zusätzlichen Referenten gewonnen werden, die ihren Beruf und ihre berufliche Biographie an einer der über 20 weiteren Stationen vorstellten. Besonders erfreulich war dabei die hohe Zahl ehemaliger Schülerinnen und Schüler des Eschbach-Gymnasiums, die bereit waren, sich aktiv an der Berufsinformationsbörse zu beteiligen.
Stark belagert waren so etwa Dr. Till Meyer, heute Arzt am Krankenhaus in Marbach, Dr. Andreas Fix, Forschungsingenieur bei Bosch, Peer-Oliver Küttner von der Firma DEKRA, der dort als Ingenieur auch für die Rekonstruktion von Unfällen zuständig ist, und Andrea Hartmann, die den Beruf der Rechtsanwältin vorstellte. Als Vertreterin der BW-Bank informierte Melanie Stanzel, ebenfalls ehemalige Schülerin des Eschbach-Gymnasiums.
Die Veranstaltung hatte bei den Schülerinnen und Schülern eine überaus positive Resonanz. „Den Berufsinfotag fand ich für mich sehr lohnend, weil er sehr informativ war. Ich habe mich ausführlich am Messestand von Bosch über das Studium an der Berufsakademie informiert. Auch bei der Firma Dürr wurde ich sehr kompetent beraten“, findet David Grabenhof, Schüler der Klassenstufe 13. Bastian Vogel, auch Klasse 13, ergänzt: „Die Auskünfte der Dozenten waren sehr gut und interessant. Alle waren absolut von ihrem Beruf überzeugt, das hat mich besonders beeindruckt. Ausführlich habe ich mich bei den beiden anwesenden Ärzten über das Medizinstudium und die anschließende Tätigkeit als Arzt erkundigt“. Hiba Mliki wünscht sich, „dass so ein Tag unbedingt öfter durchgeführt werden sollte. Für uns als 13er kam er fast etwas spät. Ich hätte mit auch noch mehr Stationen gewünscht. Einige Berufe, die mich besonders interessiert hätten, waren leider nicht vertreten“.
Bereits am Vormittag hatten die Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse die Möglichkeit, an einem Assessmentcenter-Training der Barmer Versicherung teilzunehmen. Bezeichnend für diese immer häufiger durchgeführten speziellen Auswahlverfahren ist, dass die zu beurteilenden Personen nicht nur in einer Situation (z. B. dem "klassischen" Bewerber-Interview), sondern in mehreren Situationen (Verhaltenssimulationen, Arbeitsproben) über einen längeren Zeitraum beobachtet und bewertet werden können. Insbesondere können durch die geschulten Beobachter die zwischenmenschlichen Kommunikationsfähigkeiten und Führungsqualitäten festgestellt werden, die sich nicht mit gleicher Sicherheit aus Arbeitszeugnissen ableiten lassen. Gerade diese Fähigkeiten sind es aber, die häufig zur Zusage oder Absage einer Stelle führen. Umso wichtiger ist es, Schülerinnen und Schüler über die Praxis dieser Verfahren zu informieren und ihnen auch in diesen Bereichen besonders gute Startchancen zu geben.
Die Durchführung der Berufsbörse steht in engem Zusammenhang mit der Tradition des Gymnasiums, möglichst rechtzeitig über die Zeit nach dem Abitur zu informieren und die Schule nach außen zu öffnen. So wird für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 immer in der Zeit direkt vor den Herbstferien eine einwöchige Berufsinformation mit einem betrieblichen Praktikum durchgeführt. Ebenfalls wird für Elftklässler die einjährige Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA) angeboten, in der die Teilnehmer immer am Montagnachmittag ein vielfältiges Programm absolvieren. Es reicht von Firmenbesuchen, wirtschaftlichen Planspielen, einem Präsentationstechnik- und Bewerbungstraining bis hin zur Programmierung von Robotern in der Schule. Es soll dabei ein möglichst konkretes Berufsbild des Ingenieurs oder der Ingenieurin vermittelt werden. Gerade auch für Mädchen soll dies ein Angebot sein, auch einmal ein eher technisch orientiertes Studium in Angriff zu nehmen. Eine weitere Möglichkeit bietet das Eschbach-Gymnasium mit der Aktion „Mitmachen Ehrensache“ an. Auch hier können interessierte Schülerinnen und Schüler an einem Tag in einen Betrieb hineinschnuppern. Das „verdiente Geld“ wird von den Betrieben dann einem guten Zweck zur Verfügung gestellt.
Schon während der Schulzeit sollen so Interessen geweckt oder gar erste Kontakte über Betriebspraktika oder Ferienjobs für die Zeit nach dem Abitur geknüpft werden. „Wer sich rechtzeitig informiert und schon früh eine konkrete Vorstellung vom späteren Studium und der möglichen beruflichen Tätigkeit hat, wird motivierter und erfolgreicher seine Ausbildung angehen und nicht abbrechen. Er hat dadurch natürlich einen Zeitvorteil und eine durchgehende Biographie – beides entscheidende Vorteile bei der späteren Bewerbung um einen Arbeitsplatz“, ergänzt Tilman Hedinger.
Einheitlicher Tenor auch der Dozenten, die die Möglichkeit hatten, ein Fragebogen-Feedback abzugeben, war der, dass es „eine tolle Veranstaltung war. Schade, dass es so was zu unserer Zeit noch nicht gegeben hat“.
Dieser Erfolg der Veranstaltung spornt das Schulleitungsteam des Eschbach-Gymnasiums natürlich besonders an: „Die nächste Berufsinformationsbörse ist für 2009 geplant“, so Tilman Hedinger abschließend.

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za
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